Gardner hat in „Witchcraft today“ geschrieben, dass Hexen durch Märchen das Reich der Magie betreten können. Ich vermute, dass er dieses Thema mit Absicht nicht weiter in seinen Büchern vertieft hat. Es ist diese Art von Hinweis, die man in vielen Büchern über Magie / Metaphysik aus dieser Zeit gefunden hat. Man ist aufgefordert ihnen eigenständig zu folgen.


Märchen sind eine Kunstform, die wohl bis zum Anbeginn der Menschheit zurück geht. Die Grimmschen Märchen oder die vier Zweige des Mabinogi und die slavischen Märchen haben aus literaturwissenschaftlicher Sicht Wurzeln, die bis in die Bronzezeit zurück gehen. Einige mögen vielleicht noch älter sein. So gesehen ist die Märchenhermetik der vielleicht älteste Teil der Magieüberlieferung im Vecciokult/Wicca.

Allerdings gibt es keine direkte belegbare Überlieferung bis in diese Zeiten. Die neuzeitliche Märchenhermetik lässt sich zurückverfolgen bis zu der Frühromantik, und den damit verbundenen jüdischen Salons, ein Sammelbecken von Kunst, Literatur, neuen politischen Ideen und Philosophien.

Die Verbreitung der Märchenhermetik lässt sich am besten zeigen, wenn man dem ikonographischen Wirken Merlins folgt.

Diese Ikonographie ist auch Teil des Stammbaum der Märchenhermetik.

Quellen:
Geschichte des Zauberers Merlin Dorothea & Friederich Schlegel
Erstauflage 1984 mit Nachwort von Klaus Günzel